Sarahs Tierheimwelt #2 - Berufsschule

Als Auszubildende im Tierheim hat man natürlich nicht nur seine Arbeit im Tierheim zu verrichten, man muss auch die Schulbank drücken. Die Berufsschule findet im 1. und 2. Lehrjahr ein- bis zweimal die Woche statt, immer im Wechsel, im 3. Lehrjahr wöchentlich immer nur einen Tag.

Was viele nicht wissen: die Berufsschule ist in Berlin und somit hat man viel Fahrerei vor sich. Man muss sich also vorher Gedanken darüber machen, ob man das leisten kann und will. Ein Schultag beginnt bei mir also morgens um 03:30 Uhr, Abfahrt ist 04:40 Uhr. Die Schule beginnt um 08:00 Uhr und endet 15:10 Uhr. Der Tag endet dann um 18:30 Uhr mit der Ankunft zuhause.

Was lernen wir in der Schule?

Das sind ganz unterschiedliche Dinge. Wir lernen die verschiedenen Tierarten so artgerecht wie möglich zu halten und zu versorgen. Wie sollte die Unterkunft eingerichtet sein? Wie sieht eine artgerechte Ernährung aus? Wie funktioniert der Verdauungstrakt? Wir machen Desinfektionsmittelberechnungen und berechnen Medikamente. Aber auch Mathe, Englisch und Hundeerziehung stehen auf dem Stundenplan. Wirtschafts- und Sozialkunde ist ebenfalls ein ziemlicher großer Bestandteil. Der Unterricht ist also schön abwechslungsreich und ziemlich interessant. Der Berufsschule habe ich zum Teil auch zu verdanken, dass ich ein 4-wöchiges Betriebspraktikum in London auf einer kleinen Farm absolvieren durfte. Aber dazu erzähle ich in einem späteren Beitrag noch etwas.