Sarahs Tierheimwelt #3: Die Aufgaben einer Tierpflegerin

Ein Bericht von Sarah Kessler

Hallo ihr Lieben! Leider gab es in letzter Zeit durch Klausuren- und Prüfungsstress keine Beiträge von mir, was sich jetzt aber wieder ändern soll. Ja genau, ich habe kürzlich meine schriftliche Abschlussprüfung geschrieben und warte nun sehnsüchtig auf die Ergebnisse.

Heute würde ich euch gerne einen Einblick in unsere alltäglichen Arbeitsaufgaben verschaffen. Jetzt im Sommer arbeiten wir wieder in zwei Schichten (8-17 Uhr und 11-20 Uhr) um so effektiv wie möglich arbeiten zu können. Gerade in den heißen Sommermonaten können wir um die Mittagszeit nicht wirklich mit den Tieren arbeiten, haben aber so die Möglichkeit anderen Dinge die anfallen zu erledigen und in den kühleren Stunden die Tiere zu beschäftigen. Der Tag im Hundedienst beginnt also 08:00 Uhr mit der Zubereitung des Futters für alle 24 Hunde. Hört sich einfach an, ich persönlich fühle mich durch die 7 Hundeaugenpaare die mir förmlich Löcher in die Haut brennen, ziemlich unter Druck gesetzt. Natürlich wird jeder Arbeitsschritt mit einem fiepen aus allen Richtungen kommentiert, was einen dazu ermuntern soll schneller zu arbeiten.

Bei der Fütterung nutzen wir die Gunst der Stunde auch gleich um den allgemeinen gesundheitlichen Zustand der Tiere zu kontrollieren: Ist das Gangbild in Ordnung, gibt es offensichtliche Verletzungen, Tränen die Augen etc.

Nach der Fütterung werden alle Zwinger gründlich gereinigt. Hierbei kontrollieren wir natürlich auch den Kot auf seine Konsistenz und Beschaffenheit um eventuelle Krankheiten ermitteln zu können. Auch hier wird jeder Arbeitsschritt vom jeweiligen Mieter kontrolliert und im Anschluss wird der Tierpfleger entweder mit einer anerkennenden Kuschelrunde oder aber bei schlechtem Wetter mit dem Jackpot, der Schlammdusche, belohnt.

Parallel dazu bringen wir auch immer einzelne Hunde oder harmonierende Hundegruppen in unsere Zwei großen Ausläufe, in denen die Hunde frei toben, schnüffeln, spielen und entdecken können. Meistens nehmen wir uns auch die Zeit ein oder zwei Runden mit den gemeinsam auf Entdeckungstour zu gehen.

Sind alle Zwinger sauber widmen wir uns den anderen Aufgaben wie Wäsche waschen und trocknen/aufhängen, Näpfe abwaschen und Grundstückspflege, beantworten der angefallenen Nachrichten auf dem Anrufbeantworter, Spaziergänge mit den Hunden, Dokumentenablage und natürlich dem Kundenverkehr. Auch hier darf man als Auszubildender, bei entsprechender Qualifikation tatkräftig unterstützen und alleine die Gespräche mit den Interessenten führen.

Am späten Nachmittag folgt das die zweite Fütterung aller Tiere, welche immer sehnsüchtig und unter lautstarker Anfeuerung erwartet wird.

Am Ende des Tages gehen die Lichter und Türen im Tierheim zu und unsere Schützlinge können es sich auf ihren Sofas, Betten und Matratzen gemütlich machen, den Tag in ihren Träumen verarbeiten und Pläne für weitere Streiche schmieden, die sie uns am nächsten Tag spielen können.

Ihr möchtet gerne mehr über die Ausbildung zum Thema erfahren und habe konkrete Fragen bzw. einen Wunsch worüber ich etwas berichten soll? Dann dürft ihr mir gerne eure wünsche als Kommentar schreiben. Im Rahmen meiner Möglichkeiten werde ich dann einen Beitrag über eure wünsche verfassen.

Eure Sarah