Die unsichtbaren Seelen

Ein Bericht von Jacqueline Heinze

Liebe Tierfreunde, mit diesem Bericht möchten wir euer Herz für ganz besondere Tiere erwärmen. Warst du schon einmal in einem Tierheim? Falls ja, begegnetest du diesen vielen Eindrücken sicherlich mit Aufgeregtheit und Skepsis. Eine ungewohnte Situation. Viele Augenpaare, die sich nach deiner Aufmerksamkeit zehren. Du wusstest gar nicht, welchen Hund oder welche Katze du zuerst begrüßen sollst. Viele Gedanken sammeln sich in deinem Kopf, schließlich suchst du nach einem tierischen Familienmitglied. Die Auswahl sollte gut überlegt und endgültig sein.

Du hast Vorstellungen davon wie dein Tier sein soll: verschmust, verspielt, artig und verträglich und so weiter. Und so passiert es ganz oft, dass sich Mensch und Tier begegnen und der erste Eindruck doch ganz oft entscheidend ist. Ganz unterbewusst entscheidest du dich für eine Fellnase. Hurra! Und die Fellnase? Nach mehreren Besuchen oder intensivem Kontakt findet auch die Fellnase Gefallen an dir. Klasse! Ihr seid vereint! Für dich bedeutet das, ein neues Familienmitglied zu begrüßen. Für das Tier bedeutet es die Welt. Welch schöne Geschichte. Und auch die Tierpfleger sind jedes Mal glücklich, wenn sie Mensch und Tier zusammenbringen konnten. Immer. Denn du hast eine wunderbare Seele adoptiert. Danke.

Weißt du was passiert, wenn du weg bist?

Dann nähert sich der Feierabend. Im Tierheim wird es ruhiger. Nicht mehr viel Gebelle, kein Trubel, keine Hektik. Alle Tiere hatten Abendessen. Langsam kommen sie zur Ruhe. Und weißt du was dann passiert? Dann gehen wir unsere Runden, ein letztes Mal für diesen Tag schauen wir nach unseren Schützlingen. Und dann kommen die unsichtbaren Seelen. Sie sind da! Glaub mir. Sie waren da und werden es morgen und übermorgen auch sein. Langsam und sichtlich erleichtert vom Ende des hektischen Tierheimalltags kommt die kleine Hündin Bella auf uns zu. Sie leckt uns die Hände und schmiegt sich an unsere Körper. ,,Endlich jemand, den ich kenne!“. ,,Jemand, der nichts von mir erwartet und mich trotzdem gern hat.“ ,,Ich vertraue dir, aber nicht von Anfang an.“ Ja, die kleine Hündin musste erst lernen zu vertrauen. Aber dann schenkt sie dir ihr Herz. Weiter gehts: Eine letzte Runde Leckerli Stangen werden verteilt. Statt der tagsüber vier Katzen sind es in dem Zimmer plötzlich sieben. Du fragst dich, wo die herkommen? Waren sie weggesperrt? Oder hast du dich nur verzählt? Nein, hast du nicht. Kater Ole und seine Schwester Olia: ,,Ist die Luft rein?“, ,,Sind die vielen Menschen weg?“. Ja, sagen wir. Wir sind es nur. Ohne Fremde. Minuten, auf die sich die zusätzlichen Augenpaare den ganzen Tag gefreut haben. Ihre Bezugspersonen, welche die kleinen Seelen so nehmen wie sie sind. Genauso liebenswert und ebenso dankbar, wie ihre selbstbewussten und aufgeschlossenen Artgenossen. Ein paar Minuten vertraute Zeit. Für uns ganz selbstverständlich. Für die Tiere bedeutet es die Welt. Und für dich?

Die unsichtbaren Seelen.
Gebrochene Seelen und Seelen mit vielen kleinen Pflastern.
Sie sind da! Voller Liebe und Dankbarkeit Schau hin, sei geduldig.
Verliebe dich und sei DIE WELT
DIE WELT für eine unsichtbare Seele.